Doppeltes Geschenk für die Stiftung Urmensch von Mauer: Neues Mitglied im Präsidium der Stiftung Prof. Dr. Madelaine Böhme
Neues Mitglied im Präsidium der Stiftung: Prof. Dr. Madelaine Böhme von der Universität Tübingen spendet einen Abguss eines Elch-Unterkiefers aus Mauer
Seit November 2024 verstärkt die Paläontologin und Paläoklimatologin Prof. Dr. Madelaine Böhme von der Universität Tübingen das nun siebenköpfige Kuratorium der Stiftung Urmensch von Mauer. Sie wird die Stiftung bei der Erstellung der Museums-Ausstellung wissenschaftlich beraten und ihre umfassende Forschungserfahrung terrestrischer Ökosysteme und des terrestrischen Klimas einbringen. Im künftigen Museum für den Urmenschen von Mauer wird die Entwicklung des Klimas ein wichtiges Thema sein.
Prof. Dr. Madelaine Böhme untersucht seit 2011 die Grabungsstätte bei Pforzen im Ostallgäu und hat hier Knochen von Danuvius guggenmosi gefunden. Dieser aufrecht gehende Menschenaffe hat vor 11,6 Millionen Jahren gelebt und ist auch unter dem Spitznamen Udo, nach dem Sänger Udo Lindenberg, bekannt. „Ich habe Frau Prof. Dr. Böhme bei der Bürgergrabung in Pforzen kennengelernt. Mit ihrer freundlichen und zielstrebigen Art hat sie mich direkt begeistert, und ich freue mich sehr, dass sie uns künftig im Kuratorium berät“, so Dr. Cornelia Sussieck, Vorstand der Stiftung.
Ein weiterer Grund zur Freude: Als Willkommensgeschenk hat Prof. Dr. Böhme der Stiftung einen Abguss eines Fossils gespendet, das in Mauer ausgegraben worden ist. Präpariert hat ihn Henrik Stöhr. Rund 300 Funde aus Mauer befinden sich in der Paläontologischen Sammlung der Universität Tübingen. Bei dem Geschenk handelt es sich um den Unterkiefer eines Elchs, genauer gesagt der ausgestorbenen Art des Riesen- oder Breitstirnelchs Alces latifrons. Mehr als 35 Zentimeter lang ist der Abguss und wiegt wie das Original rund ein Kilogramm. Er ist so perfekt angefertigt, dass der Unterschied zum Original nur bei einem ganz genauen, direkten Vergleich erkennbar ist. Datiert ist das Original auf das Erdzeitalter Pleistozän, das etwa vor 12.000 Jahre endete.
Zurzeit entwickeln der Architekt Prof. Gero Quasten vom Büro Prosa Architektur und Stadtplanung BDA und die Kreativ-Agentur FLAD & FLAD ein modernes Museumskonzept zum Homo heidelbergensis. Das Museum soll mit seiner 2027 geplanten Eröffnung eine besondere Attraktion für Mauer und die Region werden und über den Urmenschen, seine Lebensumstände, seine natürliche Umwelt und die Klimageschichte informieren.
Neckarbischofsheim, 10. Januar 2025
Stiftung Urmensch von Mauer
Ziegelgasse 9
74924 Neckarbischofsheim
Webseite: https://stiftung-urmensch-mauer.de/
Ansprechpartnerin: Dr. Cornelia Sussieck
Telefon: 07263 9198564
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