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Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ von NABU und Land Wildes Bunt statt öffentlichem Grün: Mauer legt naturnahe Flächen an

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Bild zur Meldung: Quelle:NABU Baden Württemberg
Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ von NABU und Land
Wildes Bunt statt öffentlichem Grün: Mauer legt naturnahe Flächen an

 

Auch dank Schotter kommt langfristig die Biodiversität – Geduld wird belohnt

 

Schaufeln, Rechen und Zwiebelstecker sind das Lehrmaterial bei „Natur nah dran“. Gemeinsam mit rund 30 Mitarbeitenden aus anderen Städten und Gemeinden hat der Bauhof von Mauer am Dienstag, 22. September 2026 mehrere öffentliche Grünflächen mit Wildpflanzen bestückt. Das ist der Grundstein für Lebensräume für Insekten, Reptilien und Vögel, die mit dem NABU-Projekt „Natur nah dran“ bis Mitte 2027 angelegt werden. Mauer ist eine von zwei Demonstrationskommunen: Exemplarisch werden hier Schulungen für sechs weitere Kommunen durchgeführt.

 

Die Bürgermeister Dr. Heiko Braun begrüßte die Teilnehmenden und freut sich auf „Natur nah dran“: „Das Projekt bietet eine wunderbare Gelegenheit, neue Methoden kennenzulernen, wie wir hier in Mauer Grünflächen zukunftsfähig gestalten können. Wir freuen uns, dass wir die Mitarbeitenden der anderen Kommunen hier bei uns zu Gast haben.“

 

„Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf mehr Summen und Brummen mitten in ihrer Nachbarschaft freuen. Klar, es profitieren Bienen und Schmetterlinge – und gleichzeitig laden die naturnahen Flächen Jung und Alt zum Verweilen, Staunen und Erleben ein“, schwärmt NABU-Projektleiter Martin Klatt. „Es lohnt sich, die Flächen zu beobachten, denn sie verändern sich ständig. In den ersten Monaten sehen sie noch karg aus. Aber schon im Frühjahr zeigen sich die ersten Blüten und mit ihnen die summenden Blütenbesucher. Wenn die ersten Frühblüher aufgehen, profitiert zum Beispiel die Mauerbiene“, beschreibt Klatt die Entwicklung.

 

Auch Schotter kommt zum Einsatz 

Unter Anleitung der Naturgartenfachplanerin Dr. Eva Distler lernten die Teilnehmenden verschiedene Anlagemethoden kennen. Dabei kommt es vor allem auf die Vorbereitung des Bodens an: „Je magerer der Boden, desto bunter, also artenreicher“, so Distler. „Außerdem wollen wir keine Samen oder Wurzelstücke von wuchernden Arten im Boden, die nachher die gewünschten Pflanzen verdrängen.“ An einigen Standorten wird der Boden deshalb durch Schotter und Kies ausgetauscht. Das gibt zunächst ein etwas trostloses Bild ab. Naturgartenplanerin Distler wirbt für Geduld: „Die neuen Flächen sind nicht mit den verrufenen Schottergärten zu verwechseln, auch wenn sie aktuell so ähnlich aussehen. In einigen Monaten verwandeln sie sich zu Nahrungsquellen für Insekten.“ 

 

Mauer gestaltet insgesamt 5 Flächen naturnah um

Im Mittelpunkt der Schulung in Mauer standen Flächen am Kreisel und beim Feuerwehrhaus. Am Anfang des Wiesentals Richtung Bammental wurde unter anderem der Boden streifenweise gefräst und eingesät, sodass sich die Wildpflanzen nach und nach über die gesamte Fläche ausbreiten.  

 

Mauer ist eine von 15 Städten und Gemeinden, die dieses Jahr ins NABU-Programm „Natur nah dran“ aufgenommen wurden. Die Förderung umfasst neben finanzieller Unterstützung auch Schulungen für kommunale Angestellte. Außer Mauer waren Mitarbeitende aus Igersheim, Ilvesheim, Külsheim, Leimen, Nußloch und Weinheim vertreten. Die restlichen Kommunen des Jahrgangs treffen sich zur Schulung in der zweiten Pilotkommune, Neuenbürg.

 

 

Hintergrund:

Das Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ von NABU und Land wird gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit Rat und Tat dabei zu unterstützen, Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten. Von 2022 bis 2027 werden jährlich 15 Städte und Gemeinden gefördert. Seit 2016 wandelten 136 Kommunen bereits über 290.000 Quadratmeter naturnah um.

 

 Natur nah dran 26 

 


 

Planung für „Natur nah dran“-Projektflächen startet nach Besichtigung und Schulung in Durmersheim. 

Alles Weitere dazu finden Sie hier ausführlich im Bericht:

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